Wesentliche Aspekte in meinen Arbeiten

Den Arbeiten zugrunde liegendes Element ist die Fotografie. Bildmotive, die sich sowohl in der Architektur als auch in architektonisch geformter und strukturierter Umgebung finden, werden vor dem Auslösen der Kamera, durch die Wahl eines oft ungewöhnlichen Blickwinkels und die Beschränkung auf Details bereits einer Abstraktion unterzogen. 

Als Trägermaterial dient eine gebürstete Aluminium-Dipond-Platte, vornehmlich im quadratischen Format. In der Regel wird eine Fotofolie als Grundmotiv auf die gesamte Oberfläche der Platte aufgebracht. Interessierende Teile weiterer Fotos werden vor dem Druck freigestellt, von Hand weiter beschnitten und über das Hintergrundmotiv collagiert.

In vielen Fällen sind es nur minimale Interventionen, die gesetzt werden müssen, um die Perspektive aufzulösen und fremd werden zu lassen. Im Zueinanderfinden von Kompositionselementen geht es schließlich auch um Stimmigkeit in den Farbnuancen und Proportionen. Beim Zusammenfügen von Formen, Strukturen und Farben geht es um ein komplexes Spiel mit Variationen und in der Kombination verwandter Teile um Steigerung und Gliederung. Als zusätzliches eigenständiges Element dient die gezeichnete Linie, die einerseits den grafischen Charakter der Arbeiten betont, andererseits die Sichtweise umleitet und dadurch Unterschiedliches zu einem sinnvollen Ganzen verbindet.

Die im Foto enthaltenen Aspekte wie Realitätsgehalt, Licht, Schatten, Perspektive und Räumlichkeit werden, ganz im Sinne der klassischen Collage bewusst durch eine neue Zusammensetzung aufgehoben und einer neuen Bedeutung zugeführt. Es entstehen abstrakte Bilder, deren Wirkung und Licht durch den speziellen harten Glanz des gebürsteten Aluminiums unterstrichen werden. Formales macht Mehrschichtiges sichtbar, Mehrdimensionales steigert sich zu Werken, die der Betrachter enträtseln darf.

Die Bilder irritieren gleichermaßen wie sie zu einer dynamischen Raumwahrnehmung animieren.